Lehrlingskochwettbewerb «gusto18»

Rund sechzig Lernende haben sich für den Lehrlingskochwettbewerb «gusto18» beworben. In einem anonymisierten Verfahren bestimmte die Wettbewerbskommission des Schweizer Kochverbandes jetzt die neun besten Menükreationen und damit die Finalteilnehmenden. Im März kochen zwei Frauen und sieben Männer um den «gusto18»-Sieg, acht von ihnen sind aus der Deutschschweiz, ein Finalist aus dem Tessin. Und alle bewiesen bereits im Vorfeld höchstes Kochniveau.

Zahlreiche Schweizer Kochlernende haben die letzten Wochen und Monate viele Stunden in die Kreation eines Wettbewerbsmenüs investiert, tauschten sich dafür mit anderen Lernenden, Lehrlingsbetreuern oder Berufsschullehrern aus. Rund sechzig Einsendungen gab es dieses Jahr für «gusto», den einzigen nationalen Lehrlingskochwettbewerb der Schweiz. Gefragt war eine Menükreation unter dem Motto «Kulinarische Gegensätze». Während bei der Vorspeise Wasser und Felder thematisch im Vordergrund stehen sollten, ging es bei der Hauptspeise um gekonntes Kombinieren von Swissness und Internationalität.

Spannendes Finalistenfeld

Bis Anfang Dezember hatten Kochlernende im 2. und 3. Lehrjahr Zeit, ihr Dossier einzusenden. In einem anonymisierten Verfahren wählte die Wettbewerbskommission des Schweizer Kochverbandes nun die besten Neun aus. Dabei wiederspiegelt das «gusto18»-Finalistenfeld einmal mehr die Vielfältigkeit der Schweizer Gastronomie. So kommen die Finalteilnehmenden aus den verschiedensten Regionen der Schweiz – inklusive Tessin – sowie aus Lehrbetrieben mit unterschiedlichstem Hintergrund. Zwei Frauen stehen sieben Männern gegenüber, sechs von ihnen sind im 2. Lehrjahr, drei im 3. Lehrjahr.

Die Finalteilnehmenden

Frau Ann-Sophie Bernhard aarReha Schinznach Schinznach-Bad 2. LJ
Herr Sebastian Brunner Hotel Seedamm Plaza Pfäffikon SZ 3. LJ
Herr Luca Burkhard Schüpbärg-Beizli Schüpfen 2. LJ
Herr Martino Careddu Ristorante Castelgrande Bellinzona 2. LJ
Herr Lukas Heller Hotel Schönbühl Hilterfingen 3. LJ
Herr Timo Rechsteiner Inselspital Bern 3. LJ
Frau Stefanie Steiner Gasthof Löwen Bubikon 2. LJ
Herr Oscar Abraham Vaca-Diez Campos Lake Side Zürich 2. LJ
Herr Shandru Vengadasalam Luzerner Kantonsspital Luzern 2. LJ

Live-Wettkochen vor fachkundiger Jury

Nun gilt es für die neun jungen Kochtalente, das eingereichte Menü in der Praxis zu üben, bis alles wie gewünscht schmeckt, aussieht – und innerhalb von drei Stunden zubereitet werden kann. Denn im Finale am 15. März 2018 werden die Lernenden ihre Vor- wie auch Hauptspeise live vor einer fachkundigen Jury in der Berufsschule Baden zubereiten. Diese beurteilt unter anderem das Mise en place, das wirtschaftliche Arbeiten, die Kochtechniken sowie die Hygiene am Arbeitsplatz. Eine zweite Jury degustiert die Gerichte anschliessend und bewertet diese anonymisiert nach Präsentation und Geschmack. Der Wettkampf kann auch dieses Jahr in einem moderierten Live-Stream ab 12 Uhr auf gustoevent.ch mitverfolgt werden.

Wie die Teilnehmenden abgeschlossen haben, erfahren sie einen Tag später im Rahmen der grossen «gusto18»-Gala mit Preisverleihung in Basel. Der Sieger oder die Siegerin gewinnt einen zweiwöchigen Aufenthalt im kanadischen Toronto mit Kücheneinblicken im renommierten Crowne Plaza Toronto Airport Hotel bei Tony Fernandes. Zusätzlich wird er oder sie die Schweiz am internationalen Kochwettbewerb «Les Chefs en Or» in Paris in der Kategorie Kochlernende vertreten. Der 2. Preis führt für eine Woche nach London inklusive Besuch bei Anton Mosimann. Der oder die Drittplatzierte erkundet eine Woche die Stadt Basel und das Dreiländereck und bekommt unter anderem Einblicke bei Tanja Grandits im Restaurant Stucki. Sämtliche Bewerberinnen und Bewerber, welche die Aufgabenstellung erfüllt haben, erhalten ausserdem einen Prodega/Growa Einkaufsgutschein im Wert von 100 Franken sowie ein Allzweckmesser der Edelschmiede Kai.

Die Chance auf eine grosse Kochkarriere

Bei «gusto» gibt es aber nicht nur Preise zu gewinnen. Prodega/Growa/Transgourmet, der grösste Abhol- und Belieferungsgrosshändler der Schweiz, setzt sich mit «gusto» erfolgreich für eine nachhaltige Berufsbildung und die Zukunft der Schweizer Kochbranche ein. So finden sich in den Jurys jeweils bekannte Namen aus der Kochbranche. Auch die «gusto»-Gala mit Siegerehrung, an der über 400 Gäste aus der Gastronomie teilnehmen, ist der ideale Ort, um Kontakte für nach der Lehre zu knüpfen. Kein Wunder gilt «gusto» als Talentpool für die Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft. Ehemalige «gusto»-Finalteilnehmende haben ausserdem bereits eigene Kochbücher publiziert, nahmen an TV-Kochshows teil, führen heute zum Teil eigene Restaurants oder haben den Sprung ins Ausland sowie in renommierte Schweizer Gault-Millau-Betriebe geschafft. Das zeigt: «gusto» ist ein gutes Beispiel für funktionierende Jugendförderung.

Partnerschaftliche Unterstützung

«gusto» ist der einzige nationale Lehrlingskochwettbewerb der Schweiz für Kochlernende im 2. und 3. Lehrjahr. Organisiert wird «gusto» von Prodega/Growa/Transgourmet, Transgourmet Schweiz AG, unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes. Möglich ist die Durchführung von «gusto» jedoch nur dank der grosszügigen Unterstützung vieler Sponsoren aus Industrie und Handel. Neben Bell, Emmi, Kadi, Mercedes Benz und Valser, die sich als Leading Partner engagieren, steuern weitere Sponsoren namhafte Unterstützung zur Durchführung des Anlasses bei.

Drei Fragen an Doris Vögeli, Jurypräsidentin Wettbewerbskommission Schweizer Kochverband

Doris Vögeli, rund sechzig Einsendungen gingen dieses Jahr bei «gusto» ein. Wie beurteilen Sie als Jurypräsidentin die Qualität der Einsendungen?Das hohe Niveau erstaunt mich jedes Jahr aufs Neue. Da vergisst man jeweils fast, dass die Teilnehmenden noch Lernende sind. Dieses Jahr war aber auch die Qualität der Dossiers aussergewöhnlich gut. Besonders herausgestochen sind nebst der Kreativität die genauen Rezepturen und Beschriebe. Und die hochwertigen Bilder der Gerichte. Ausserdem gab es bisher leider oft Einsendungen, bei welchen die Aufgabenstellung nicht erfüllt war. Dieses Jahr war das nur selten der Fall.

Auf was achtet die Jury bei der Auswahl der neun Besten?Die Bilder sind immer der erste Eindruck und sind deshalb besonders wichtig. Anschliessend schauen wir immer alle Dossiers genau durch, achten darauf, ob die Aufgabenstellung erfüllt ist, wie kreativ die Gerichte sind. Beim diesjährigen Motto «Kulinarische Gegensätze» hatten die Teilnehmenden ja viel Raum für Kreativität. Spannend war, wie oft die europäische mit der indischen Küche gemischt wurde. Einer der wichtigsten Entscheidungskriterien bei den Jurymitgliedern ist aber immer: Würde ich mir dieses Gericht im Restaurant bestellen? Und ja, viele der eingereichten Kreationen würde ich mir bestellen.

Aus Ihrer Sicht: Welche Bedeutung hat «gusto» für die Schweizer Kochbranche?Unsere Nachwuchstalente bekommen bei «gusto» eine Plattform, um sich zu präsentieren und ihr Können unter Beweis zu stellen. Nicht alleine die schönen Preise locken zu einer Teilnahme, sondern auch die Möglichkeit, dank neuer Kontakte im Berufsleben weiterzukommen oder sogar bei Berufswettbewerben mitzumachen. Die Kochbranche kann nur profitieren von solchem Nachwuchs, der gute Werbung für unseren Beruf macht.

Medienmitteilung Gusto 18 Finalisten

Für ergänzende Auskünfte:

Christine Strahm, Leiterin PR- und Medienarbeit
Tel. +41 31 858 48 37
christine.strahm@transgourmet.ch

Prodega/Growa/Transgourmet,
Transgourmet Schweiz AG,
Lochackerweg 5, 3302 Moosseedorf
Tel. +41 (0)31 858 48 48