Nach packendem Wettkochen der Kochlernenden

Lukas Heller vom Hotel Schönbühl in Hilterfingen ist der Sieger von «gusto18»

Neun Kochlernende traten im Finale von «gusto18» gegeneinander an und bereiteten ihre Menükreationen live vor einer fachkundigen Jury zu. Lukas Heller vom Hotel Schönbühl in Hilterfingen vermochte die Jury dabei am meisten zu überzeugen. Der 18-Jährige ist im 3. Lehrjahr und wurde im Rahmen einer Gala zum Sieger gekürt. Auf dem zweiten Platz landete Stefanie Steiner vom Gasthof Löwen in Bubikon. Dritter wurde Timo Rechsteiner vom Inselspital in Bern. Organisiert wird der einzige nationale Schweizer Lehrlingskochwettbewerb jährlich von Prodega/Growa/Transgourmet unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes.

 

Über Monate hinweg hatten sich die neun jungen Kochtalente neben ihrer Kochlehre auf diesen einen Moment vorbereitet: Das Wettkochen in der Berufsschule Baden, bei dem sie ihre selbst kreierten Gerichte unter kritischer Beobachtung einer Fachjury zubereiten mussten. Für das Finale des Kochwettbewerbs «gusto18» hatten sie sich zuvor über eine Ausschreibung qualifiziert, bei der Kochlernende im 2. oder 3. Lehrjahr aus der ganzen Schweiz Menükreationen unter dem Motto «Kulinarische Gegensätze» einreichen konnten. Nur die neun Besten durften ihr Können nun auch live beweisen: Zwei Frauen standen sieben Männern gegenüber, sechs von ihnen sind im 2. Lehrjahr, drei im 3. Lehrjahr.

Drei Stunden hatten sie am 15. März Zeit für die Zubereitung einer Vor- und einer Hauptspeise für jeweils vier Personen. Nach zweieinhalb Stunden musste der erste Gang serviert werden, eine halbe Stunde später der zweite. Bewertet wurden dabei von einer ersten Jury unter anderem Arbeitsweise, Kochtechniken aber auch Hygiene am Arbeitsplatz. Eine zweite Jury degustierte anschliessend die Gerichte in einem anonymisierten Verfahren.

Rangverkündigung

Am 16. März fand in Basel die Rangverkündigung im Rahmen einer feierlichen Gala statt. Kurz vor Mitternacht stand fest: Lukas Heller vom Hotel Schönbühl in Hilterfingen vermochte die beiden Jurys am meisten zu überzeugen. Der

18-Jährige ist im 3. Lehrjahr und bereitete beim Wettkochen eine geräucherte Lachsforelle und Tatar, sautierte Mistkratzerlibrust und Eigelbcrème mit Lachsforellenrogen, Senf, Dill und Granny Smith als Vorspeise zu. Als Hauptspeise servierte er geschmorte Haxe mit Ras el-Hanout und Dörraprikosen, Sous-vide-Lammrücken mit Kerbelbutter, Kichererbsenkroketten mit Belper Knolle, Petersilienwurzelkreation, Haselnüsse und Zwiebeln. Auf dem zweiten Platz landete Stefanie Steiner vom Gasthof Löwen in Bubikon. Dritter wurde Timo Rechsteiner vom Inselspital in Bern.

Die Rangliste «gusto18»

1. Herr Lukas Heller Hotel Schönbühl Hilterfingen 3. LJ
2. Frau Stefanie Steiner Gasthof Löwen Bubikon 2. LJ
3. Herr Timo Rechsteiner Inselspital Bern 3. LJ
4. Frau Ann-Sophie Bernhard aarReha Schinznach Schinznach-Bad 2. LJ
4. Herr Sebastian Brunner Hotel Seedamm Plaza Pfäffikon SZ 3. LJ
4. Herr Luca Burkhard Schüpbärg-Beizli Schüpfen 2. LJ
4. Herr Martino Careddu Ristorante Castelgrande Bellinzona 2. LJ
4. Herr Abi Vaca-Diez Lake Side Zürich 2. LJ
4. Herr Shandru Vengadasalam Luzerner Kantonsspital Luzern 2. LJ

Dank seinem Sieg bei «gusto18» darf Lukas Heller für zwei Wochen nach Toronto und erhält dort, unter anderem, lehrreiche Einblicke in die Küche des Crowne Plaza Toronto Airport Hotel. Ausserdem vertritt er die Schweiz im November 2018 am internationalen Kochwettbewerb «Les Chefs en Or» in Paris in der Kategorie Kochlernende. «Les Chefs en Or» wird von der europaweit tätigen Transgourmet-Gruppe organisiert.

Auch die Zweit- und der Drittplatzierte können sich über spannende und gleichzeitig lehrreiche Preise freuen. Stefanie Steiner (2. Platz) besucht für eine Woche London und bekommt dort unter anderem einen Kücheneinblick bei Anton Mosimann. Der Schweizer Star-Koch, der von Queen Elisabeth II. bereits den «Order of the British Empire» verliehen bekam, war bei der «gusto18»-Preisverleihung sogar persönlich anwesend und schenkte Stefanie Steiner zusätzlich seine im letzten Jahr veröffentlichte Biografie. Timo Rechsteiner (3. Platz) wiederum erkundet während einer Woche die Stadt Basel und das Dreiländereck inklusive Küchenbesuch bei Tanja Grandits im Restaurant Stucki in Basel. Alle rund 60 Teilnehmenden, die im Rahmen der «gusto18»-Ausschreibung ein Menü gemäss Wettbewerbsanforderung eingesandt hatten, erhalten ausserdem ein «Shun»-Messer von «Kai» sowie eine Menü-Rückerstattung in Form von Prodega/Growa-Einkaufsgutscheinen im Wert von 100 Franken.

Gala im Congress Center Basel

Durch die Gala mit Preisverleihung führte der bekannte TV- und Radio-Moderator Sven Epiney. Die rund

400 geladenen Gäste genossen ein 3-Gang-Menü, für musikalische Unterhaltung sorgten «Tom Küffer & Friends». Im Zentrum standen aber klar die neun Finalteilnehmenden und deren herausragenden Leistungen. Sie alle erhielten dann auch die Gelegenheit, sich und ihre Gerichte auf der grossen Bühne zu präsentieren, vor den zahlreich anwesenden wichtigen Vertretern der Schweizer Kochbranche. Ein wichtiger Bestandteil von «gusto», wie Philipp Dautzenberg, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Organisator Prodega/Growa/Transgourmet, betont: «Mit diesem einzigen nationalen Lehrlingskochwettbewerb der Schweiz wollen wir junge Schweizer Kochtalente fördern, ihnen die Möglichkeit geben, ihr Können vor einem grossen, wichtigen Publikum zu demonstrieren. Und damit vielleicht den Weg zu grossen Kochkarrieren ebnen.» Eine Jugendförderung, die funktioniert: Ehemalige «gusto»-Finalteilnehmende sind immer wieder wichtige Leistungsträger in der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft, haben bereits eigene Kochbücher publiziert, nahmen an TV-Kochshows teil, führen heute zum Teil eigene Restaurants oder haben den Sprung ins Ausland sowie in renommierte Schweizer Gault-Millau-Betriebe geschafft.

«gusto18» – der Wettbewerbsablauf

Von August bis Dezember 2017 hatten Kochlernende im 2. und 3. Lehrjahr Zeit, sich Gedanken zur gestellten Wettbewerbsaufgabe rund um das Thema «Kulinarische Gegensätze» zu machen und ihre Menükreation als Bewerbung einzureichen. Gefordert waren eine Vor- und eine Hauptspeise:

Die Vorspeise «Wasser – Felder» musste aus einer warmen und einer kalten Komponente aus Schweizer Gewässern und von Schweizer Feldern bestehen. Die Kreation durfte maximal zwei Hauptkomponenten enthalten. Jede dieser Hauptkomponenten, wie zum Beispiel Zander, durfte aus maximal drei zusätzlichen Elementen bestehen, wie beispielsweise Gemüse, Salat oder Sauce.

Bei der Hauptspeise «National – International» waren zwei verschiedene Lammfleischstücke oder -komponenten gefordert, welche mit zwei verschiedenen Garmethoden oder Kochtechniken zubereitet sein mussten. Diese zwei Fleischkomponenten durften je aus maximal zwei zusätzlichen Elementen bestehen, wie zum Beispiel Gemüse, Früchte oder Sauce. Dazu wurden eine Stärkebeilage und zwei Sorten Gemüse serviert.

In einem anonymisierten Verfahren wählte die Wettbewerbskommission des Schweizer Kochverbandes aus den rund 60 Einsendungen die neun Finalteilnehmenden aus, die nun in einem Live-Wettkochen um den Sieg kochten.

Partnerschaftliche Unterstützung

«gusto» ist der einzige nationale Lehrlingskochwettbewerb der Schweiz für Kochlernende im 2. und 3. Lehrjahr. Organisiert wird «gusto» von Prodega/Growa/Transgourmet, Transgourmet Schweiz AG, unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes. Möglich ist die Durchführung von «gusto» jedoch nur dank der grosszügigen Unterstützung vieler Sponsoren aus Industrie und Handel. Neben Bell, Emmi, Kadi, Mercedes Benz und Valser, die sich als Leading Partner engagieren, steuern weitere Sponsoren namhafte Unterstützung zur Durchführung des Anlasses bei.